M5 E60 Drift Simulator
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Details
- Bewertung
- 4,0
- Version
- 1.1.2.7
- Entwickler
- Process Games
Wer sich bei einem Fahrspiel vor allem für kontrollierte Drifts interessiert, bekommt mit dem M5 E60 Drift Simulator einen sehr klar ausgerichteten Titel. Ich habe ihn nicht als vollständige Rennsimulation erlebt, sondern als kleine Android-App für kurze Übungsrunden, bei denen das Heck ausbricht und man versucht, den Wagen möglichst lange sauber auf Winkel zu halten. Das macht den Reiz aus, setzt aber auch enge Grenzen: Wer Karriere, viele Fahrzeuge, komplexe Tuning-Menüs oder eine große offene Welt erwartet, sollte seine Erwartungen deutlich zurückschrauben.
Die App gehört in den Bereich Autos & Fahrzeuge und stammt von Process Games. Sie ist kostenlos erhältlich, enthält aber optionale Käufe über Google Play im Bereich von 0,49 bis 1,59 Euro. Im Alltag ist das ein angenehmer Einstieg, weil man nicht erst bezahlen muss, um herauszufinden, ob die Drift-Mechanik überhaupt zum eigenen Spielstil passt. Gleichzeitig lohnt sich ein kurzer Blick auf die sichtbaren Kaufentscheidungen, bevor man länger spielt: Gerade bei einem einfachen Simulator sollte klar sein, welche Inhalte sofort verfügbar sind und wofür ein kleiner Zusatzbetrag verlangt wird.
Mein Eindruck vom Fahrgefühl und vom Vertrauen in die App
Der wichtigste Punkt ist für mich die unmittelbare Kontrolle. Bei einem Drift-Spiel entscheidet nicht die Zahl der Menüs, sondern ob Gas, Lenkung und Gegenlenken verständlich aufeinander reagieren. Der VW Scirocco, der BMW M3 E46 und der BMW M5 E60 geben dem Titel eine erkennbare Auswahl an bekannten Fahrzeugen. Der M5 steht dabei im Mittelpunkt, aber die anderen beiden Modelle sorgen dafür, dass man nicht nach wenigen Minuten nur dieselbe Ausgangslage wiederholt.
Ich würde die App deshalb eher als konzentriertes Fahrspiel für zwischendurch einordnen. Sie passt gut zu einer kurzen Pause, zum Warten auf den Bus oder zu einem Abend, an dem ich ohne lange Vorbereitung ein paar Versuche fahren möchte. Der Einstieg ist weniger einschüchternd als bei umfangreichen Rennspielen, weil das Thema sofort verständlich ist: Geschwindigkeit aufbauen, das Heck lösen, den Winkel halten und nicht zu früh korrigieren.
Die große Verbreitung spricht dafür, dass das Konzept viele neugierige Spieler erreicht hat. Im Google Play Store kommt die Anwendung auf eine durchschnittliche Bewertung von 4,0 bei rund 7.900 Bewertungen und wurde über eine Million Mal installiert. Diese Zahlen sind für mich ein Hinweis auf ein etabliertes Interesse, aber kein Ersatz für die eigene Prüfung. Bei einem Spiel mit so enger Ausrichtung hängt der Spaß stark davon ab, ob man Wiederholungen als Übung oder als fehlenden Umfang empfindet.
Beim Thema Vertrauen bleibe ich bewusst bei dem, was ich selbst in der App und im Installationsumfeld nachvollziehbar beurteilen kann. Ich würde keine pauschale Aussage über Datenschutz oder Datennutzung machen, wenn sie nicht aus klar sichtbaren Hinweisen hervorgeht. Für mich zählt daher vor allem, ob Kaufentscheidungen verständlich präsentiert werden, ob ich nicht zu einem Konto gedrängt werde und ob die App ihre wichtigsten Schritte ohne unnötige Umwege erklärt.
Was beim ersten Start wirklich zählt
Der erste Test sollte nicht darin bestehen, sofort den schwierigsten Drift zu erzwingen. Ich beginne lieber mit kleinen Lenkbewegungen und beobachte, wie stark der Wagen auf Gaswechsel reagiert. Bei diesem Spiel lohnt es sich, nicht dauerhaft zu beschleunigen. Ein kurzer Gasimpuls kann hilfreicher sein als ein durchgedrücktes Pedal, weil ich dadurch mehr Zeit zum Gegenlenken bekomme und der Wagen nicht sofort quer über die Strecke rutscht.
Mein praktischer Tipp: Ich teile jede Kurve gedanklich in drei Phasen. Zuerst richte ich das Fahrzeug auf die Einfahrt aus, dann löse ich den Drift mit einer kurzen Lenkbewegung aus, und erst danach konzentriere ich mich auf den Winkel. Wer gleichzeitig stark lenkt, voll beschleunigt und hektisch korrigiert, bekommt oft kein klares Gefühl dafür, welcher Eingriff den Fehler verursacht hat. Diese kleine Reihenfolge macht die Lernkurve deutlich angenehmer.
Die drei Fahrzeuge sollte man nicht nur als optische Abwechslung betrachten. Ich nutze den Wechsel, um mein eigenes Verhalten zu prüfen. Wenn ein Drift mit dem M5 funktioniert, aber beim M3 sofort zu weit aufzieht, liegt das nicht zwingend an einem schlechteren Fahrzeug. Es kann auch zeigen, dass ich zu spät gegenlenke oder meine Geschwindigkeit falsch einschätze. Gerade solche Vergleiche geben dem ansonsten schmalen Spielprinzip etwas mehr Tiefe.
Warum die App für kurze Übungseinheiten funktioniert
Die Stärke des Titels liegt in seiner niedrigen Einstiegshürde. Ich muss mich nicht erst durch eine lange Karriere arbeiten, um zum eigentlichen Fahrgefühl zu gelangen. Wer mit mobilen Rennspielen vertraut ist, findet schnell einen Ansatzpunkt, und Anfänger können sich zunächst darauf konzentrieren, das Ausbrechen des Hecks zu verstehen. Das ist besonders praktisch auf einem kleineren Bildschirm, auf dem zu viele Anzeigen und Menüs eher stören würden.
Für eine realistische Alltagssituation stelle ich mir eine kurze Wartezeit vor: Ich starte eine Runde, nehme mir nicht sofort eine perfekte Kombination vor und versuche stattdessen, drei kontrollierte Kurven hintereinander zu fahren. Wenn der Wagen einmal zu stark quer steht, beginne ich nicht automatisch neu, sondern übe das Abfangen. Diese Haltung ist wichtiger als ein einzelner guter Lauf, weil sie aus dem Spiel eine kleine Geschicklichkeitsübung macht und nicht nur ein Glücksspiel mit schnellen Bewegungen.
Ein weiterer nützlicher Ansatz ist, die eigene Handhaltung zu verändern. Auf dem Smartphone verdeckt der Daumen schnell einen Teil der Anzeige oder bewegt sich unbewusst zu weit. Ich versuche deshalb, das Gerät ruhig zu halten und nur kurze Lenkbewegungen zu verwenden. Das klingt banal, reduziert aber die typischen Überreaktionen. Wer häufig zwischen Hoch- und Querformat wechselt oder das Gerät während der Fahrt umgreift, wird dagegen wahrscheinlich weniger konstante Ergebnisse bekommen.
Die kostenlose Basis senkt das Risiko. Ich kann die App ausprobieren, ohne direkt Geld auszugeben, und nach einigen Runden entscheiden, ob die vorhandene Auswahl für mich ausreicht. Die optionalen Käufe sollten dabei nicht der Grund sein, das Spiel zu installieren. Wenn mir bereits die grundlegende Drift-Steuerung keinen Spaß macht, wird ein kleiner Zusatzkauf das Problem nicht lösen. Das ist ein wichtiger Unterschied zu Spielen, deren Hauptmotivation erst durch freischaltbare Inhalte entsteht.
Sichtbare Entscheidungen, Käufe und persönliche Kontrolle
Bei einer kostenlosen App achte ich besonders darauf, ob ich als Nutzer erkenne, wann eine Entscheidung freiwillig ist. Die möglichen Google-Play-Käufe liegen zwischen 0,49 und 1,59 Euro. Für mich ist das eine überschaubare Größenordnung, trotzdem sollte man den Kaufvorgang nicht beiläufig behandeln. Ich prüfe vor einer Bestätigung immer, ob wirklich das gewünschte Paket ausgewählt ist und ob die Abrechnung über das richtige Google-Play-Konto läuft.
Das ist kein Misstrauen gegenüber Process Games, sondern eine sinnvolle Gewohnheit bei jeder App mit In-App-Käufen. Wer das Spiel einem Kind auf einem gemeinsam genutzten Gerät überlässt, sollte die Kaufbestätigung und die Einstellungen des Google-Play-Kontos besonders aufmerksam prüfen. Die Altersfreigabe USK ab 0 Jahren macht den Titel grundsätzlich für sehr junge Nutzer zugänglich, sagt aber nichts darüber aus, ob ein Kind Kaufentscheidungen selbstständig treffen sollte.
Ich würde außerdem nicht automatisch ein Konto anlegen oder persönliche Angaben hinterlegen, wenn der Start auch ohne diesen Schritt möglich ist. Bei einem kleinen Drift-Simulator sehe ich keinen Grund, mehr Daten oder Zugriffsrechte zu gewähren, als für die Nutzung nötig sind. Falls beim Installieren oder beim ersten Start Berechtigungen angezeigt werden, lese ich sie einzeln und entscheide nicht reflexartig auf „Zulassen“. Diese Kontrolle gehört für mich genauso zu einer guten Nutzererfahrung wie eine präzise Lenkung.
Wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen sichtbarer Kontrolle und einer Vermutung. Ich kann beurteilen, ob ein Kaufdialog verständlich ist oder ob eine Anmeldung übersprungen werden kann. Ich sollte daraus aber keine weitergehenden Versprechen über Datenverarbeitung ableiten. Wer besonders datensensibel ist, sollte die im jeweiligen Store angezeigten Angaben und die Datenschutzhinweise des Entwicklers selbst prüfen, bevor die App dauerhaft auf dem Gerät bleibt.
Die Grenzen des Simulators im Vergleich zu anderen Rennspielen
Im Vergleich zu großen Rennspielen ist dieser Titel deutlich fokussierter. Dort bekomme ich häufig mehr Strecken, Fahrzeuge, Wettbewerbe, Anpassungen und langfristige Ziele. Hier liegt der Wert stärker in der unmittelbaren Drift-Aufgabe. Das ist ein Vorteil, wenn ich ohne Karriereplanung einsteigen möchte, aber ein Nachteil, wenn ich meine Autos über viele Stunden entwickeln oder gegen andere Fahrer antreten will.
Auch als realistische Fahrschule würde ich die App nicht verwenden. Ein Drift-Simulator kann mir ein Gefühl für Timing und Gegenlenken geben, ersetzt aber weder echtes Fahrtraining noch eine genaue physikalische Simulation. Die Darstellung auf dem Smartphone bleibt eine vereinfachte Spielwelt. Wer nach möglichst authentischem Reifenverhalten, detaillierten Fahrzeugdaten oder einer ernsthaften Motorsport-Simulation sucht, findet in einer spezialisierten Alternative wahrscheinlich mehr Tiefe.
Für Arcade-Fans ist die Vereinfachung dagegen nicht automatisch ein Fehler. Ich mag, dass ich mich auf eine einzige Fähigkeit konzentrieren kann. Die Frage ist eher, wie lange diese Konzentration trägt. Nach mehreren Sitzungen kann die fehlende Abwechslung stärker auffallen, besonders wenn man die drei Fahrzeuge ausprobiert und die grundlegenden Abläufe bereits beherrscht. Dann sollte man nicht aus Gewohnheit weiterkaufen, sondern ehrlich prüfen, ob das Spiel noch eine konkrete Übung oder nur noch Wiederholungen bietet.
Ein realistischer Kompromiss besteht darin, die App als Ergänzung zu betrachten. Für kurze Drift-Versuche ist sie handlicher als ein umfangreiches Rennspiel, während eine größere Alternative besser passt, sobald ich Rennen, Fortschritt oder eine breitere Fahrzeugauswahl möchte. Wer ausschließlich auf seinem Smartphone spielt und nur wenige Minuten am Stück hat, profitiert eher von der klaren Ausrichtung. Wer lange Sessions plant, sollte vor der Installation die eigene Toleranz für Wiederholung einschätzen.
Version, Gerät und praktische Erwartungen
Die aktuelle Version ist 1.1.2.7 und läuft ab Android 7.1. Das macht die App auch für Geräte interessant, die nicht zu den neuesten Smartphones gehören. Trotzdem würde ich die Mindestanforderung nicht mit einer Garantie für jedes ältere Gerät verwechseln. Bildschirmgröße, Touch-Reaktion und allgemeine Geräteleistung beeinflussen, wie angenehm präzise Drifts gelingen. Gerade bei einem Spiel, das von kurzen Eingaben lebt, kann eine unzuverlässige Berührungserkennung stärker stören als eine einfache Grafik.
Vor dem längeren Spielen teste ich deshalb drei Dinge: Reagiert die Lenkung ohne Verzögerung, bleibt der Daumen an der vorgesehenen Stelle und lässt sich das Gerät bequem halten? Wenn einer dieser Punkte nicht passt, wirken selbst gute Fahrmanöver zufällig. Ein stabiler Untergrund hilft ebenfalls. Ich spiele lieber mit beiden Händen und halte das Smartphone ruhig, statt es während einer Kurve in einer Hand zu balancieren.
Die App ist kostenlos, aber die optionale Abrechnung sollte in die persönliche Entscheidung einfließen. Für mich ist der faire Umgang damit wichtiger als der geringe Betrag selbst. Ich möchte jederzeit wissen, ob ich gerade eine normale Spielaktion ausführe oder einen Store-Schritt öffne. Wer grundsätzlich keine In-App-Käufe möchte, kann die Funktion im Google-Play-Konto zusätzlich absichern und die App ohne spontane Ausgaben testen.
Die Altersfreigabe ab 0 Jahren bedeutet, dass keine hohe Altersbarriere im Vordergrund steht. Für Eltern bleiben dennoch die üblichen Fragen relevant: Wird das Gerät gemeinsam genutzt, sind Käufe geschützt und ist klar, welche App geöffnet wurde? Ich würde einem Kind zuerst zeigen, wie die Steuerung funktioniert, und die Kaufmöglichkeiten gemeinsam erklären. So bleibt die Nutzung nachvollziehbar, ohne die einfache Bedienung unnötig kompliziert zu machen.
Für wen ich den Download empfehlen würde
Ich empfehle den Simulator vor allem Spielern, die Autos mögen, kurze Sessions bevorzugen und Freude daran haben, eine einzige Technik Schritt für Schritt zu verbessern. Wer seinen ersten sauberen Drift schaffen möchte, kann sich kleine Ziele setzen: eine Kurve ohne vollständigen Dreher, ein gleichmäßiger Winkel oder ein kontrolliertes Abfangen nach einem Fehler. Solche selbst gesetzten Aufgaben holen mehr aus dem Spiel heraus als das bloße Wiederholen derselben Runde.
Auch Fans des BMW M5 E60, des BMW M3 E46 oder des VW Scirocco bekommen einen konkreten Grund, mehrere Varianten auszuprobieren. Die Fahrzeugauswahl ist nicht riesig, aber sie verhindert, dass das Spiel ausschließlich von einem einzigen Modell abhängt. Ich würde mit dem Wagen beginnen, dessen Reaktionen mir am verständlichsten vorkommen, und erst später wechseln. So kann ich unterscheiden, ob eine Verbesserung aus meiner Technik oder nur aus einer vertrauteren Fahrzeugreaktion entsteht.
Nicht empfehlen würde ich die App Nutzern, die ein vollständiges Rennspiel erwarten. Wenn ein umfangreicher Fuhrpark, ausgearbeitete Meisterschaften, Online-Wettbewerbe oder tiefes Tuning entscheidend sind, wird der Titel wahrscheinlich zu schmal wirken. Gleiches gilt für Menschen, die mit Touch-Steuerung grundsätzlich nicht zurechtkommen. Ein Controller-orientiertes Spiel oder eine größere Simulation wäre dann die bessere Wahl, selbst wenn der Einstieg dort länger dauert.
Mein vorsichtig positives Urteil beruht daher nicht auf der kostenlosen Verfügbarkeit allein. Ich finde den M5 E60 Drift Simulator dann gelungen, wenn ich ihn als konzentrierte Drift-Spielwiese behandle und meine Erwartungen an den Umfang anpasse. Die Bewertung von 4,0 bei rund 7.900 Stimmen zeigt, dass die App auf Interesse stößt, ersetzt aber nicht die persönliche Frage, ob kurze, wiederholbare Fahrübungen den eigenen Geschmack treffen.
Unterm Strich würde ich einem Freund sagen: Probiere ihn kostenlos aus, achte beim Start auf sichtbare Berechtigungen und Kaufoptionen und investiere zunächst Zeit in sauberes Gegenlenken statt in Extras. Der Titel von Process Games ist kein Ersatz für eine große Rennsimulation, kann aber als unkomplizierter Drift-Simulator für Android Spaß machen. Die beste Entscheidung ist hier, erst das Fahrgefühl zu testen und erst danach über optionale Käufe nachzudenken. Wenn dir genau diese kurze, direkte Art des Driftens gefällt, ist der Download sinnvoll; wenn du langfristigen Fortschritt oder maximale Realitätsnähe suchst, würde ich eine umfangreichere Alternative wählen.











